6. Fortsetzung
Bibliothek der Unterhaltung und des WissensJahrgang 1877 Elfter Band Seite 92 - 208 Verlag von H. Schönlein, Stuttgart | Illustrirtes UnterhaltungsblattBelletristische Wochenschrift für die Familie und Jedermann. Jahrgang 1879, No. 38, Seite 297 bis 299. Verlag von H. Schönlein, Stuttgart | Erzgebirgische DorfgeschichtenKarl May's Erstlingswerke Autorisierte Ausgabe Band I, Seite 167 bis 277 Belletristischer Verlag, Dresden |
Er faltete die Hände. Es war heut ein Tag der Sühne, und eine Sühne sollte es auch sein, die er jetzt an dem Orte brachte, wo sich sein Hochmuth gegen die Stimme des göttlichen Wortes empört hatte. Wolken verhüllten das Firmament; nur hie und da blickte aus dem unendlichen Raume ein Stern vorübergehend zwischen ihre zerrissenen Schleier hindurch; schwarz und gespenstisch ragte die Kirche in die Nacht empor; die Lüfte schwiegen, kein Laut ließ sich hören, kein Lebenszeichen drang über die alten, halb Seite 188
zerfallenen Kirchhofsmauern herein zu den beiden Männern. Da rasselte es plötzlich wie rollendes Eisen im Innern des Thurmes, die Kirchenuhr hatte ausgehoben, ihre vom Roste zerfressene Maschinerie erzitterte, krachte und stöhnte unter der Schwere der Gewichte, und mit tiefen, mahnenden Schlägen ertönte die zwölfte Stunde durch das Thal. Als der letzte Ton verklungen war, begann der Dukatengraf:
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Der Dukatenbauer faltete die Hände. Es war heut ein Tag der Sühne, und eine Sühne sollte es auch sein, die er jetzt an dem Orte brachte, wo sich sein Hochmuth gegen die Stimme des göttlichen Wortes empört hatte: an dem Grabe seines Weibes. Wolken verhüllten das Firmament; nur hie und da blickte aus dem unendlichen Raume ein Stern vorübergehend zwischen ihren zerrissenen Schleiern hindurch; schwarz und gespenstisch ragte die Kirche in die Nacht empor; die Lüfte schwiegen, kein Laut ließ sich hören, kein Lebenszeichen drang über die alten, halb zerfallenen Kirchhofsmauern herein zu den beiden Männern. Da rasselte es plötzlich wie rollendes Eisen im Innern des Thurmes, die Kirchenuhr hatte ausgehoben, ihre vom Roste zerfressene Maschinerie erzitterte, krachte und stöhnte unter der Schwere der Gewichte, und mit tiefen, mahnenden Schlägen ertönte die zwölfte Stunde durch das Thal. Als der letzte Ton verklungen war, begann der Dukatengraf:
| Er faltete die Hände. Es war heute ein Tag der Sühne, und eine Sühne sollte es auch sein, die er jetzt an dem Orte brachte, wo sich sein Hochmut gegen die Stimme des göttlichen Wortes empört hatte. Wolken verhüllten das Firmament, nur hie und da blickte aus dem unendlichen Raume ein Stern vorübergehend zwischen ihre zerrissenen Schleier hindurch; schwarz und gespenstisch ragte die Kirche in die Nacht empor; die Lüfte schwiegen, kein Laut ließ sich hören, kein Lebenszeichen drang über die alten, halb zerfallenen Kirchhofsmauern herein zu den beiden Männern. Da rasselte es plötzlich wie rollendes Eisen im Innern des Thurmes; die Kirchenuhr hatte ausgehoben; ihre vom Roste zerfressene Maschinerie erzitterte, krachte und stöhnte unter der Schwere der Gewichte, und mit tiefen, mahnenden Schlägen ertönte die zwölfte Stund Seite 258
durch das Tal. Als der letzte Ton verklungen war, begann der Dukatengraf:
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| So wenig sich Franz um die Leute zu bekümmern pflegte, er hatte doch von dem Verhalten Heinrichs an dem Grabe Anna's gehört, und darum wußte er, was das Lied in der jetzigen Stunde bedeuten solle. Der heutige Tag hatte die Versöhnung zu schnell von ihm gefordert, als daß sich nicht ein Rest des alten langgenährten Hasses in irgend einem Winkel seines Herzens hätte verbergen können; aber was davon ja noch übrig geblieben war, das wurde durch die Erschütterunmg des gegenwärtigen Augenblickes gelöst und wich der tiefen Reue des einst so harten, jetzt aber schwer getroffenen Sünders. Dieser fuhr nach einer kurzen Pause fort:
| So wenig sich Franz um die Leute zu bekümmern pflegte, hatte er doch von dem Verhalten Heinrichs an dem Grabe Anna's gehört, und darum wußte er, was das Lied in der jetzigen Stunde bedeuten solle. Der heutige Tag hatte die Versöhnung zu schnell von ihm gefordert, als daß sich nicht ein Rest des alten langgenährten Hasses in irgend einem Winkel seines Herzens hätte verbergen können; aber was davon ja noch übrig geblieben war, das wurde durch die Erschütterunmg des gegenwärtigen Augenblickes gelöst und wich der tiefen Reue des einst so harten, jetzt aber schwer getroffenen Sünders. Dieser fuhr nach einer kurzen Pause fort:
| So wenig sich Franz um die Leute zu bekümmern pflegte, er hatte doch von dem Verhalten Heinrichs an dem Grabe Annas gehört, und darum wußte er, was das Lied in der jetzigen Stunde bedeuten solle. Der heutige Tag hatte die Versöhnung zu schnell von ihm gefordert, als daß sich nicht ein Rest des alten langgenährten Hasses in irgend einem Winkel seines Herzens hätte verbergen können, aber was davon ja noch übrig geblieben war, das wurde durch die Erschütterunmg des gegenwärtigen Augenblickes gelöst und wich der tiefen Reue des einst so harten, jetzt aber schwer getroffenen Sünders. Dieser fuhr nach einer kurzen Pause fort:
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| "Amen!" erscholl es von vier Lippen, und Franz reichte seine Hand zum zweiten Male über das Grab hinüber.
| "Amen!" erscholl es von vier Lippen, und Franz reichte seine Hand zum zweiten Male über das Grab hinüber.
| "Amen!" erscholl es von vier Lippen; Franz reichte seine Hand zum zweiten Male über das Grab hinüber, indem er sagte: | |||
"Das Lied hat nur Dir gegolten, Heinrich, aber es hat auch mich getroffen. Du hast Deine Sünden angesagt und darum soll Dir auch die Gnade helfen. Was das sagen soll, das wirst Du bald von mir hören. Jetzt aber bitt' ich, geh', Heinrich! Laß mich allein hier bei der Anna. Was zermalmt gewesen ist in mir, das ist heut' plötzlich heil geworden; aber mein armer Kopf ist's net gewöhnt und muß hier ruh'n, bis er's ertragen kann. Schlaf wohl!"
| "Das Lied hat nur Dir gegolten, Heinrich, aber es hat auch mich getroffen. Du hast Deine Sünden angesagt und darum soll Dir auch die Gnade helfen. Was das sagen soll, das wirst Du bald von mir hören. Jetzt aber bitt' ich, geh', Heinrich! Laß mich allein hier bei der Anna. Was zermalmt gewesen ist in mir, das ist heut' plötzlich heil geworden; aber mein armer Kopf ist's nicht gewöhnt und muß hier ruh'n, bis er's ertragen kann. Schlaf wohl!"
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"Das Lied hat nur dir gegolten, Heinrich, aber es hat auch mich getroffen. Du hast deine Sünden angesagt und darum soll dir auch die Gnade helfen. Was das sagen soll, das wirst du bald von mir hören. Jetzt aber bitt' ich, geh', Heinrich! Laß mich allein hier bei der Anna. Was zermalmt gewesen ist in mir, das ist heute plötzlich heil geworden; aber mein armer Kopf ist's nicht gewöhnt und muß hier ruhen, bis er's ertragen kann. Schlaf wohl!"
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| "Gute Nacht! Segne Dir's Gott tausend Mal, was Du heut' an mir gethan hast, Ich vergeß Dir's nimmer!"
| "Gute Nacht! Segne Dir's Gott tausend Mal, was Du heut' an mir gethan hast, Ich vergeß Dir's nimmer!"
| "Gute Nacht! Segne Dir's Gott tausendmal, was Du heute an mir getan hast, Ich vergess' dir's nimmer!"
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| Er verließ den Kirchhof. Als er den Hof erreichte, fand er das Thor noch offen. Emma hatte auf ihn gewartet, und Wilhelm befand sich bei ihr. Sie hatten Sorge um ihn gehabt und waren ihm nun behilflich, die Treppe hinauf in seine Stube zu kommen. Dort blieb der junge Mann bei ihm zurück.
| Er verließ den Kirchhof. Als er den Hof erreichte, fand er das Thor noch offen. Emma hatte auf ihn gewartet, und Wilhelm befand sich bei ihr. Sie hatten Sorge um ihn gehabt und waren ihm nun behilflich, die Treppe hinauf in seine Stube zu kommen. Dort blieb der junge Mann bei ihm zurück.
| Er verließ den Kirchhof. Als er den Hof erreichte, fand er das Tor noch offen. Emma hatte auf ihn gewartet, und Wilhelm befand sich bei ihr. Sie hatten Sorge um ihn gehabt und waren ihm nun behilflich, die Treppe hinauf in seine Stube zu kommen. Dort blieb der junge Mann bei ihm zurück.
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| "Ich möcht' Sie gern 'was fragen, Her Graf," begann er, als Emma sich entfernt hatte; "und darum bin ich so lang auf dem Hof geblieben. Darf ich ?"
| "Ich möcht' Sie gern 'was fragen, Her Graf," begann er, als Emma sich entfernt hatte; "und darum bin ich so lang' auf dem Hof geblieben. Darf ich ?"
| "Ich möchte Sie gern was fragen, Her Graf," begann er, als Emma sich entfernt hatte; "und darum bin ich so lange auf dem Hof geblieben. Darf ich ?"
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| "Frag' nur immer, Wilhelm! Wenn ich kann, so werd' ich Dir gern Bescheid sagen."
| "Frag' nur immer, Wilhelm! Wenn ich kann, so werd' ich Dir gern Bescheid sagen."
| "Frag' nur immer, Wilhelm! Wenn ich kann, so werde ich Dir gern Bescheid sagen."
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| "Sie haben am End' wohl auch davon gehört, daß ich
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für die Packet', die ich damals im Walde fand, Geld bekommen hab'. Das mag ich net behalten! Ich hab's zwar net gestohlen, aber ich hab's doch mit Gewalt Dem abgenommen, der's für die Waar' gegeben hat. Nun möcht' ich's wohin legen, wo der es finden kann, dem's gehört. Darf ich Ihnen den Ort sagen, damit Sie mir der Zeuge sind, wenn es vielleicht 'mal nöthig sein sollt' ?"
| "Sie haben am End' wohl auch davon gehört, daß ich für die Packet', die ich damals im Walde fand, Geld bekommen hab'. Das mag ich nicht behalten! Ich hab's zwar nicht gestohlen, aber ich hab's doch mit Gewalt dem abgenommen, der's für die Waar' gegeben hat. Nun möcht' ich's wohin legen, wo der es finden kann, dem's gehört. Darf ich Ihnen den Ort sagen, damit Sie mir der Zeuge sind, wenn es vielleicht 'mal nöthig sein sollt' ?"
| "Sie haben nun wohl auch davon gehört, daß ich für die Packete, die ich damals im Walde fand, Geld bekommen hab. Das mag ich nicht behalten! Ich hab's zwar nicht gestohlen, aber ich hab's doch mit Gewalt dem abgenommen, der's für die Ware gegeben hat. Nun möcht ich's wohin legen, wo der es finden kann, dem's gehört. Darf ich Ihnen den Ort sagen, damit Sie mir der Zeuge sind, wenn es vielleicht mal nötig sein sollte ?"
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| "Wilhelm, Du bist ein braver Mensch, das seh ich jetzt schon wieder. Mit dem Schweigen über die beiden Leute, die Du damals getroffen hast, da sollst Du Deinen Willen haben, aber das Geld, das behalt' in Gottes Namen. Den Du meinst, der nimmt es doch net wieder, und weil Du es hast, grad' erst recht net. Und wenn Du die Emma wirklich lieb hast, so kannst's doch wohl gebrauchen!"
| "Wilhelm, Du bist ein braver Mensch, das seh ich jetzt schon wieder. Mit dem Schweigen über die beiden Leute, die Du damals getroffen hast, da sollst Du Deinen Willen haben, aber das Geld, das behalt' in Gottes Namen. Den Du meinst, der nimmt es doch nicht wieder, und weil Du es hast, grad' erst recht nicht. Und wenn Du die Emma wirklich lieb hast, so kannst's doch wohl gebrauchen!"
| "Wilhelm, du bist ein braver Mensch, das sehe
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ich jetzt schon wieder. Mit dem Schweigen über die beiden Leute, die du damals getroffen hast, da sollst du deinen Willen haben, aber das Geld, das behalte in Gottes Namen. Den du meinst, der nimmt es doch nicht wieder, und weil du es hast, grad erst recht nicht. Und wenn Du die Emma wirklich lieb hast, so kannst's doch wohl gebrauchen!"
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| "Ist's denn auch wahr, daß ich sie nehmen darf ? Sie ist das Kostbarste, was ich nächst den Eltern hab', und wenn sie meine Frau ist, so soll es sicher keinen Anderen geben, der Ihnen ein guter Sohn ist, so wie ich!"
| "Ist's denn auch wahr, daß ich sie nehmen darf ? Sie ist das Kostbarste, was ich nächst den Eltern hab', und wenn sie meine Frau ist, so soll es sicher keinen Anderen geben, der Ihnen ein guter Sohn ist, so wie ich!"
| "Ist's denn auch wahr, daß ich sie nehmen darf ? Sie ist das Kostbarste, was ich nächst den Eltern habe, und wenn sie meine Frau ist, so soll es sicher keinen anderen geben, der Ihnen ein guter Sohn ist so wie ich!"
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| "Ja, Du sollst sie haben; hier meine Hand darauf! Ich denk', daß Du ihr nix entgelten läßt von dem, was an dem Vater net recht gewesen ist." -
| "Ja, Du sollst sie haben; hier meine Hand darauf! Ich denk', daß Du ihr nix entgelten
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läßt von dem, was an dem Vater nicht recht gewesen ist." -
| "Ja, du sollst sie haben; hier meine Hand darauf! Ich denke, daß Du sie nichts entgelten lässest von dem, was an dem Vater nicht recht gewesen ist." - -
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| Seit langen, langen Jahren war es heut' das erste Mal, daß Heinrich sich mit der Genugthuung zur Ruhe legte, welche die Erfüllung einer Pflicht als Segen mit sich bringt. Sein Schlaf war fest und ungestört und als er erwachte, fühlte er sich nicht nur körperlich gestärkt, sondern auch innerlich befestigt, und die Zukunft erschien trotz ihrer schweren Schatten ihm nicht so dunkel wie vorher. Als er das Fenster öffnete, um die frische, würzige Morgenluft
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hereinstreichen zu lassen, gewahrte er den Köpfle-Franz, welcher das Dorf herabkam und Miene machte, zu passiren ohne herein zu kommen. Er winkte ihm.
| Seit langen, langen Jahren war es heut' das erste Mal, daß Heinrich sich mit der Genugthuung zur Ruhe legte, welche die Erfüllung einer Pflicht als Segen mit sich bringt. Sein Schlaf war fest und ungestört und als er erwachte, fühlte er sich nicht nur körperlich gestärkt, sondern auch innerlich gefestigt, und die Zukunft erschien trotz ihrer schweren Schatten ihm nicht so dunkel wie vorher. Als er das Fenster öffnete, um die frische, würzige Morgenluft hereinstreichen zu lassen, gewahrte er den Köpfle-Franz, welcher das Dorf herabkam und Miene machte, zu passiren, ohne herein zu kommen. Er winkte ihm.
| Seit langen, langen Jahren war es heute das erste Mal, daß Heinrich sich mit der Genugtuung zur Ruhe legte, welche die Erfüllung einer Pflicht als Segen mit sich bringt. Sein Schlaf war fest und ungestört, und als er erwachte, fühlte er sich nicht nur körperlich gestärkt, sondern auch innerlich befestigt, und die Zukunft erschien trotz ihrer schweren Schatten ihm nicht so dunkel wie vorher. Als er das Fenster öffnete, um die frische, würzige Morgenluft hereinstreichen zu lassen, gewahrte er den Köpfle-Franz, welcher das Dorf herabkam und Miene machte, zu passieren, ohne hereinzukommen. Er winkte ihm.
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| "Nachher!" rief der auf's Neue gewonnene Freund über den Zaun herüber. "Ich muß zum Bad!"
| "Nachher!" rief der auf's Neue gewonnene Freund über den Zaun herüber. "Ich muß zum Bad!"
| "Nachher!" rief der aufs neue gewonnene Freund über den Zaun herüber. "Ich muß zum Bad!"
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| Es war Sonntag, und als die Glocken zur Kirche läuteten, folgte auch Einer, der seit fast einem Menschenalter nicht in seinem Stuhle gesehen war, ihrem Rufe. Die Augen der Anwesenden waren mehr auf ihn gerichtet, als auf den Pfarrer, er aber schien dies nicht zu bemerken, sondern lauschte den Worten des Letzteren, der den seltenen Zuhörer gar wohl bemerkt hatte und, von der Änderung seines Sinnes überzeugt, gar manchen tröstenden und erhebenden Wink einfließen ließ, von welchem in dem Konzepte seiner Rede nichts zu lesen war.
| Es war Sonntag, und als die Glocken zur Kirche läuteten, folgte auch Graf, der seit fast einem Menschenalter nicht in seinem Stuhle gesehen war, ihrem Rufe. Die Augen der Anwesenden waren mehr auf ihn gerichtet, als auf den Pfarrer, er aber schien dies nicht zu bemerken, sondern lauschte den Worten des Letzteren, der den seltenen Zuhörer gar wohl bemerkt hatte und, von der Änderung seines Sinnes überzeugt, gar manchen tröstenden und erhebenden Wink einfließen ließ, von welchem in dem Konzepte seiner Rede nichts zu lesen war.
| Es war Sonntag, und als die Glocken zur Kirche läuteten, folgte auch einer, der seit fast einem Menschenalter nicht in seinem Stuhle gesehen worden war, ihrem Rufe. Die Augen der Anwesenden waren mehr auf ihn Seite 261
gerichtet als auf den Pfarrer; er aber schien dies nicht zu bemerken, sondern lauschte den Worten des letzteren, der den seltenen Zuhörer gar wohl bemerkt hatte und, von der Änderung des Sinnes überzeugt, gar manchen tröstenden und erhebenden Wink einfließen ließ, von welchem in dem Konzepte seiner Rede nichts zu lesen war.
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| Als er nach Hause kam, fand er zwei Gäste vor, die eben aus dem leeren Stalle traten. Es war der Baron mit dem Agenten. Sie hatten wegen der morgenden Versteigerung einen Rundgang durch den Dukatenhof unternommen und begrüßten ihn in einer ganz anderen Weise, als es früher geschehen war. Wilhelm hatte ihren Begleiter gemacht.
| Als Graf nach Hause kam, fand er zwei Gäste vor, die eben aus dem leeren Stalle traten. Es war der Baron mit dem Agenten. Sie hatten wegen der morgenden Versteigerung einen Rundgang durch den Dukatenhof unternommen und begrüßten ihn in einer ganz anderen Weise, als es früher geschehen war. Wilhelm hatte ihren Begleiter gemacht.
| Als er nach Hause kam, fand er zwei Gäste vor, die eben aus dem leeren Stalle traten. Es war der Baron mit dem Agenten. Sie hatten wegen der morgenden Versteigerung einen Rundgang durch den Dukatenhof unternommen und begrüßten ihn in einer ganz anderen Weise, als es früher geschehen war. Wilhelm hatte ihren Begleiter gemacht.
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| "Guten Morgen, Dukatengraf!" meinte der Baron. "Wo hast Du heut' Deine Kette gelassen ? Und an dem Rocke hier sind doch schwarze Knöpfe!"
| "Guten Morgen, Dukatengraf!" meinte der Baron. "Wo hast Du heut' Deine Kette gelassen ? Und an dem Rocke hier sind doch schwarze Knöpfe!"
| "Guten Morgen, Dukatengraf!" meinte der Baron. "Wo hast Du heute deine Kette gelassen ? Und an dem Rocke hier sind doch schwarze Knöpfe!"
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| "Die Dukaten habt ihr, und die schwarzen Knöpfe hab' ich. Wollen seh'n, wer das Seine am längsten behält!"
| "Die Dukaten habt Ihr, und die schwarzen Knöpfe hab' ich. Wollen seh'n, wer das Seine am längsten behält!"
| "Die Dukaten habt ihr, und die schwarzen Knöpfe habe ich. Wollen sehen, wer das Seine am längsten behält," antwortete er ruhig.
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| "Oho, bist Du heut' patzig! Aber wahr ist's, die Dukaten haben wir und auch noch mehr dazu. Schau her!"
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Er zog ein Portefeuille aus der Tasche und entnahm demselben mehrere kleine, sorgfältig eingeschlagene Päckchen. "Das ist der Preis für den Dukatenhof, der morgen unser wird. Du warst kein dummer Kerl, aber gekauft haben wir Dich doch, und wenn das Gut zerschlagen ist, so sind wir hier fertig und versuchen es wo anders mit einem noch Gescheidteren."
| "Oho, bist Du heut' patzig! Aber wahr ist's, die Dukaten haben wir und auch noch mehr dazu. Schau her!" Er zog ein Portefeuille aus der Tasche und entnahm demselben mehrere kleine, sorgfältig eingeschlagene Päckchen. "Das ist der Preis für den Dukatenhof, der morgen unser wird. Du warst kein dummer Kerl, aber gekauft haben wir Dich doch, und wenn das Gut zerschlagen ist, so sind wir hier fertig und versuchen es wo anders mit einem noch Gescheidteren."
| "Oho, bist du heut' patzig! Aber wahr ist's, die Dukaten haben wir und auch noch mehr dazu. Schau her!" Er zog ein Portefeuille aus der Tasche und entnahm demselben mehrere kleine, sorgfältig eingeschlagene Päckchen. "Das ist der Preis für den Dukatenhof, der morgen unser wird. Du warst kein dummer Kerl, aber gekauft haben wir dich doch, und wenn das Gut zerschlagen ist, so sind wir hier fertig und versuchen's wo anders mit einem noch Gescheiteren."
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| "Das könnt ihr thun, wenn ihr den Hof auch wirklich bekommt. Jetzt aber bin ich noch hier und die Straße da draußen ist euer. Macht, daß ihr mit einander hinauskommt!"
| "Das könnt Ihr thun, wenn Ihr den Hof auch wirklich bekommt. Jetzt aber bin ich noch hier und die Straße da draußen ist Euer. Macht, daß Ihr mit einander hinauskommt!"
| "Das könnt ihr tun, wenn ihr den Hof auch wirklich bekommt. Jetzt aber bin ich noch hier, und die Straße da draußen ist euer. Macht, daß ihr miteinander hinauskommt!"
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| "Gut, Du sollst Deinen Willen haben, Dukatenmann; aber morgen hörst Du auch den uns'rigen und dann ist's umgekehrt!"
| "Gut, Du sollst Deinen Willen haben, Dukatenmann; aber morgen hörst Du auch den uns'rigen und dann ist's umgekehrt!"
| "Gut, du sollst deinen Willen haben, Dukaten-
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mann; aber morgen hörst du auch den unsrigen, und dann ist's umgekehrt!"
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| Mit stolzen, selbstbewußten Schritten ging er davon. Auch der Agent hatte nach einer Brieftasche gegriffen und sie geöffnet. Ohne ein Wort des Abschiedes konnte er unmöglich den Platz verlassen. Er trat hart an Graf heran, hielt ihm das geöffnete Notizbuch vor die Augen, blinzelte ihn höhnisch durch den blauen Klemmer an und frug:
| Mit stolzen, selbstbewußten Schritten ging er davon. Auch der Agent hatte nach einer Brieftasche gegriffen und sie geöffnet. Ohne ein Wort des Abschiedes konnte er unmöglich den Platz verlassen. Er trat hart an Graf heran, hielt ihm das geöffnete Notizbuch vor die Augen, blinzelte ihn höhnisch durch den blauen Klemmer an und frug:
| Mit stolzen, selbstbewußten Schritten ging er davon. Auch der Agent hatte nach einer Brieftasche gegriffen und sie geöffnet. Ohne ein Wort des Abschiedes konnte er unmöglich den Platz verlassen. Er trat hart an Graf heran, hielt ihm das geöffnete Notizbuch vor die Augen, blinzelte ihn höhnisch durch den blauen Klemmer an und fragte:
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| "Sehen Sie diese Ziffern, Herr Graf ? Das ist bei Heller und Pfennig, was Sie im Spiel zum Fenster hinaus geworfen haben und von uns natürlich aufgefangen worden ist. O, wir führen sehr genau Buch, und wenn Ihnen an diesen Notizen gelegen ist, so will ich sie Ihnen zur Verfügung stellen. Sie können sich die Zeit damit vertreiben, wenn dieselbe ihnen jetzt nun wegen dem Lieutenant etwas lang gemacht wird! Und was - - -"
| "Sehen Sie diese Ziffern, Herr Graf ? Das ist bei Heller und Pfennig, was Sie im Spiel zum Fenster hinaus geworfen haben und von uns natürlich aufgefangen worden ist. O, wir führen sehr genau Buch, und wenn Ihnen an diesen Notizen gelegen ist, so will ich sie Ihnen zur Verfügung stellen. Sie können sich die Zeit damit vertreiben, wenn dieselbe ihnen jetzt nun wegen dem Lieutenant etwas lang gemacht wird! Und was - - -"
| "Sehen Sie diese Ziffern, Herr Graf ? Das ist bei Heller und Pfennig, was Sie im Spiel zum Fenster hinaus geworfen haben und von uns natürlich aufgefangen worden ist. O, wir führen sehr genau Buch, und wenn Ihnen an diesen Notizen gelegen ist, so will ich sie Ihnen zur Verfügung stellen. Sie können sich die Zeit damit vertreiben, wenn dieselbe Ihnen jetzt nun wegen des Leutnants etwas lang gemacht wird! Und was - -"
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| Er konnte seine Abschiedsrede nicht vollenden, denn
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Wilhelm hatte ihn bei der letzten Wendung derselben beim Kragen genommen und brachte ihn mit solcher Geschwindigkeit vor das Thor hinaus, daß sogar der Klemmer von dem gewaltsamen Fortschritte ergriffen wurde und trotz des weiten Weges bis vor auf die Nasenspitze rutschte. Ihn wieder an den gehörigen Ort zurückschiebend, schickte sich der kleine Mann zu einer ernsten Verwahrung gegen ein so summarisches Verfahren an, der Baron aber ergriff ihn am Arme und zog ihn lachend mit sich fort.
| Er konnte seine Abschiedsrede nicht vollenden, denn Wilhelm hatte ihn bei der letzten Wendung derselben beim Kragen genommen und brachte ihn mit solcher Geschwindigkeit vor das Thor hinaus, daß sogar der Klemmer von dem gewaltsamen Fortschritte ergriffen wurde und trotz des weiten Weges bis vor auf die Nasenspitze rutschte. Ihn wieder an den gehörigen Ort zurückschiebend, schickte sich der kleine Mann zu einer ernsten Verwahrung gegen ein so summarisches Verfahren an, der Baron aber ergriff ihn am Arme und zog ihn lachend mit sich fort.
| Er konnte seine Abschiedsrede nicht vollenden, denn Wilhelm hatte ihn bei der letzten Wendung derselben beim Kragen genommen und brachte ihn mit solcher Geschwindigkeit vor das Tor hinaus, daß sogar der Klemmer von dem gewaltsamen Fortschritte ergriffen wurde und trotz des weiten Weges bis vorn auf die Nasenspitze rutschte. Ihn wieder an den gehörigen Ort zurückschiebend, schickte sich der kleine Mann zu einer ernsten Verwahrung gegen ein so summarisches Verfahren an; der Baron aber ergriff ihn am Arme und zog ihn lachend mit sich fort und sagte:
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| "So ist Dir's recht geschehen, Kleiner! Du brauchtest mit Deinem Näschen nicht so ewig lang da drin herum zu schnobern! Aber nimm Dir's nicht zu sehr zu Herzen. Heut' mir und morgen Dir!"
| "So ist Dir's recht geschehen, Kleiner! Du brauchtest mit Deinem Näschen nicht so ewig lang da drin herum zu schnobern! Aber nimm Dir's nicht zu sehr zu Herzen. Heut' mir und morgen Dir!"
| "So ist dir's recht geschehen, Kleiner! Du brauchtest mit deinem Näschen nicht so ewig lang da drin herumzuschnobern! Aber nimm dir's nicht zu sehr zu Herzen. Heute mir, morgen dir!"
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Auf dem Rückwege vom Thore bemerkte Wilhelm ein mehrfach zusammengeschlagenes Papier, welches an der Erde lag. Es mußte bei dem ungewöhnlich raschen Transporte dem Agenten aus der Brieftasche gefallen sein. Er nahm es auf und schlug es aus einander. Es war ein Blatt aus einer fremden Zeitung, zeigte ein längst vergangenes Datum und enthielt neben gerichtlichen Ankündigungen und einem Börsenkurse nur werthlose Annoncen. Schon wollte er es wegwerfen, als sein Gesicht auf einmal einen ganz anderen, gespannten Ausdruck annahm.
| Auf dem Rückwege vom Thore bemerkte Wilhelm ein mehrfach zusammengeschlagenes Papier, welches an der Erde lag. Es mußte bei dem ungewöhnlich raschen Transporte dem Agenten aus der Brieftasche gefallen sein. Er nahm es auf und schlug es aus einander. Es war ein Blatt aus einer fremden Zeitung, zeigte ein längst vergangenes Datum und enthielt neben gerichtlichen Ankündigungen und einem Börsenkurse nur wertlose Annoncen. Schon wollte er es wegwerfen, als sein Gesicht auf einmal einen ganz anderen, gespannten Ausdruck annahm.
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Auf dem Rückwege vom Tore bemerkte Wilhelm ein mehrfach zusammengeschlagenes Papier, welches an der Erde lag. Es mußte bei dem ungewöhnlich raschen Transporte dem Agenten aus der Brieftasche gefallen sein. Er nahm es auf und schlug es auseinander. Es war ein Blatt aus einer fremden Zeitung, zeigte ein längst vergangenes Datum und enthielt neben gerichtlichen Ankündigungen und einem Börsenkurse nur werthlose Annoncen. Schon wollte er es wegwerfen, als sein Gesicht auf einmal einen ganz anderen, gespannten Ausdruck annahm.
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| "Steht 'was Wichtiges d'rin ?" frug Graf.
| "Steht 'was Wichtiges d'rin ?" frug Graf.
| "Steht was Wichtiges drin ?" fragte Graf.
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| "Was sehr Wichtig's. Das müss'n wir uns 'mal genau anseh'n und überleg'n. Kommen Sie herein!" -
| "Was sehr Wichtig's. Das müss'n wir uns 'mal genau anseh'n und überleg'n. Kommen Sie herein!" -
| "Was sehr Wichtig's. Das müss'n wir uns 'mal genau anseh'n und überleg'n. Kommen Sie herein!" -
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| Auch den Nachmittagsgottesdienst besuchte Graf. Als er sich der Kirche näherte, bemerkte er vor dem Pfarrhofe eine zweispännige Kutsche; der livrirte Kutscher saß in
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stolzer Unbeweglichkeit auf dem Bocke, den Peitschenschaft auf dem rechten Knie, und ein ebenso gekleideter Diener stand am Schlage. Obgleich aus der Anwesenheit des Geschirrs zu ersehen war, daß der Pfarrer vornehmen Besuch habe, lenkte der Bauer doch an der Kirche vorüber und auf die Wohnung des Geistlichen zu. Dort angekommen, fand er außer dem ihm wohlbekannten Direktor des nahen Bezirksgerichtes eine Dame und einen Herrn vor, deren Äußeres ein so respekteinflößendes war, daß er sich augenblicklich unter einer Entschuldigung zum Verlassen des Zimmers anschickte; der Pfarrer aber hielt ihn davon zurück.
| Auch den Nachmittagsgottesdienst besuchte Graf. Als er sich der Kirche näherte, bemerkte er vor dem Pfarrhofe eine zweispännige Kutsche; der Kutscher in reicher Livree saß unbeweglich auf dem Bocke, den Peitschenschaft auf dem rechten Knie, und ein ebenso gekleideter Diener stand am Schlage. Obgleich aus der Anwesenheit des Geschirrs zu ersehen war, daß der Pfarrer vornehmen Besuch habe, lenkte der Bauer doch an der Kirche vorüber und auf die Wohnung des Geistlichen zu. Dort angekommen, fand er außer dem ihm wohlbekannten Direktor des nahen Bezirksgerichtes eine Dame und einen Herrn vor, deren Äußeres ein so respekteinflößendes war, daß er sich augenblicklich unter einer Entschuldigung zum Verlassen des Zimmers anschickte; der Pfarrer aber hielt ihn davon zurück.
| Auch den Nachmittagsgottesdienst besuchte Graf. Als er sich der Kirche näherte, bemerkte er vor dem Pfarrhofe eine zweispännige Kutsche; der livrierte Kutscher saß in stolzer Unbewegleichkeit auf dem Bocke, den Peitschenschaft auf dem rechten Knie, und ein ebenso gekleideter Diener stand am Schlage. Obgleich aus der Anwesenheit des Geschirrs zu ersehen war, daß der Pfarrer vornehmen Besuch habe, lenkte der Bauer doch an der Kirche vorüber und auf die Wohnung des Geistlichen zu. Dort angekommen, fand er außer dem ihm wohlbekannten Direktor des nahen Bezirksgerichtes eine Dame und einen Herrn vor, deren Äußeres ein so respekteinflößendes war, daß er sich augenblicklich unter einer Entschuldigung zum Verlassen des Zimmers anschickte; der Pfarrer aber hielt ihn davon zurück.
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| "Bleiben Sie, Graf; Ihr Kommen stört uns nicht!" versicherte er, indem sein Auge theilnahmsvoll die verkrüppelte Gestalt des Ankömmlings überflog. Auch die drei Anderen ließen ihre Blicke mit mitleidigem Interesse auf ihm ruhen. "Was bringen Sie mir ?"
| "Bleiben Sie, Graf; Ihr Kommen stört uns nicht!" versicherte er, indem sein Auge theilnahmsvoll die verkrüppelte Gestalt des Ankömmlings überflog. Auch die drei Anderen ließen ihre Blicke mit mitleidigem Interesse auf ihm ruhen. "Was bringen Sie mir ?"
| "Bleiben Sie, Graf; Ihr Kommen stört uns nicht!" versicherte er, indem sein Auge teilnahmsvoll die verkrüppelte Gestalt des Ankömmlings überflog. Auch die
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drei anderen ließen ihre Blicke mit mitleidigem Interesse auf ihm ruhen. "Was bringen Sie mir ?"
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| "Es sind zwei Bitt'n, mit denen ich komm', Her Pastor; aber weil Sie net allein sind, so weiß ich net, ob ich sie sagen darf."
| "Es sind zwei Bitt'n, mit denen ich komm', Her Pastor; aber weil Sie nicht allein sind, so weiß ich nicht, ob ich sie sagen darf."
| "Es sind zwei Bitten, mit denen ich komme, Her Pastor; aber weil Sie nicht allein sind, so weiß ich nicht, ob ich sie sagen darf."
|
| "Sprechen Sie immer, wenn es nicht etwas nur unter vier Augen zu Verhandelndes ist!"
| "Sprechen Sie immer, wenn es nicht etwas nur unter vier Augen zu Verhandelndes ist!"
| "Sprechen Sie immer, wenn es nicht etwas nur unter vier Augen zu Verhandelndes ist!"
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| "Eigentlich wär's wohl so 'was; aber ich hab' Sie net unter vier Augen beleidigt, und so kann ich auch jetzt öffentlich darüber sprechen. Sie wissen wohl noch Alles, wie es dazumal beim Begräbniß meiner Frau gewesen ist! Ich war ein harter, gotteslästerlicher Mensch, der sich aus dem lieben Gott nix machte und keinem Mensch'n 'was zu lieb und gut gehalt'n hat. Ihre Red' wollt' mich im
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Herzen packen, darum hab' ich sie abgeschüttelt und bin davon gelaufen. Aber Dem da droben bin ich doch net ausgerissen, sondern er hat mich festgehalten und mir den verdienten Lohn gegeben. Da, sehen Sie, Herr Pastor, was aus dem stolzen Dukatenbauer geworden ist, ein armseliger, elender Vogelscheucher, der sich kaum noch über die Straß' schleppen kann und der nun gar noch im Zuchthaus' sterben und verderben wird. Aber eh' ich dahin komm', will ich erst überall Buß' thun, wo ich gesündigt hab', und da komm' ich auch zu Ihnen, um Sie um Vergebung zu bitten für das, was damals geschehen ist!"
| "Eigentlich wär's wohl so 'was; aber ich hab' Sie nicht unter vier Augen beleidigt, und so kann ich auch jetzt öffentlich darüber sprechen. Sie wissen wohl noch Alles, wie es dazumal beim Begräbniß meiner Frau gewesen ist! Ich war ein harter, gotteslästerlicher Mensch, der sich aus dem lieben Gott nix machte und keinem Mensch'n 'was zu lieb und gut gehalt'n hat. Ihre Red' wollt' mich im Herzen packen, darum hab' ich sie abgeschüttelt und bin davon gelaufen. Aber Dem da droben bin ich doch nicht ausgerissen, sondern er hat mich festgehalten und mir den verdienten Lohn gegeben. Da, sehen Sie, Herr Pastor, was aus dem stolzen Dukatenbauer geworden ist, ein armseliger, elender Vogelscheucher, der sich kaum noch über die Straß' schleppen kann und der nun gar noch im Zuchthaus sterben und verderben wird. Aber eh' ich dahin komm', will ich erst überall Buß' thun, wo ich gesündigt hab', und da komm' ich auch zu Ihnen, um Sie um Vergebung zu bitten für das, was damals geschehen ist!"
| "Eigentlich wär's wohl so etwas; aber ich habe Sie nicht unter vier Augen beleidigt, und so kann ich auch jetzt öffentlich darüber sprechen. Sie wissen wohl noch alles, wie es dazumal beim Begräbnis meiner Frau gewesen ist! Ich war ein harter, gotteslästerlicher Mensch, der sich aus dem lieben Gott nichts machte und keinem Menschen was zu lieb und gut gehalten hat. Ihre Rede wollte mich im Herzen packen; darum habe ich sie abgeschüttelt und bin davongelaufen. Aber dem da droben bin ich doch nicht ausgerissen, sondern er hat mich festgehalten und mir den verdienten Lohn gegeben. Da, sehen Sie, Herr Pastor, was aus dem stolzen Dukatenbauer geworden ist, ein armseliger, elender Vogelscheucher, der sich kaum noch über die Straße schleppen kann und der nun gar noch im Zuchthause sterben und verderben wird. Aber ehe ich dahinkomme, will ich erst überall Buße tun, wo ich gesündigt habe, und da komme ich auch zu Ihnen, um Sie um Vergebung zu bitten für das, was damals geschehen ist!"
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| Es waren einfache Worte, welche er sprach; der Ton seiner Stimme klang ruhig und unerregt, aber gerade dieser stille, leidende Ernst seiner Rede machte einen tieferen Eindruck, als wenn sie unter Weinen und Klagen vorgebracht worden wäre.
| Es waren einfache Worte, welche er sprach; der Ton seiner Stimme klang ruhig und unerregt, aber gerade dieser stille, leidende Ernst seiner Rede machte einen tieferen Eindruck, als wenn sie unter Weinen und Klagen vorgebracht worden wäre.
| Es waren einfache Worte, welche er sprach; der Ton seiner Stimme klang ruhig und unerregt, aber gerade dieser stille, leidende Ernst seiner Rede machte einen tieferen Eindruck, als wenn sie unter Weinen und Klagen vorgebracht worden wäre.
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| "Was Sie damals gethan, Graf, das haben Sie nicht gegen mich, sondern gegen Den unternommen, dessen Dasein Sie zu jener Zeit leugneten. Er ist gerecht und straft die Sünde, aber er zürnt nicht ewig. Ich als der Diener an seinem Worte reiche Ihnen hier die Hand zur Versöhnung; seine Gnade ist größer als unsere Missethat; sie gehet niemals zu Ende und wird sich auch Ihrer erbarmen. Ich weiß, was gestern Abend auf dem Kirchhofe geschehen ist. Wer so bereut, der darf Verzeihung finden!"
| "Was Sie damals gethan, Graf, das haben Sie nicht gegen mich, sondern gegen Den unternommen, dessen Dasein Sie zu jener Zeit leugneten. Er ist gerecht und straft die Sünde, aber er zürnt nicht ewig. Ich als sein Diener reiche Ihnen hier die Hand zur Versöhnung; seine Gnade ist größer als unsere Missethat; sie gehet niemals zu Ende und wird sich auch Ihrer erbarmen. Ich weiß, was gestern Abend auf dem Kirchhofe geschehen ist. Wer so bereut, der darf Verzeihung finden!"
| "Was Sie damals getan, Graf, das haben Sie gegen Den unternommen, dessen Dasein Sie zu jener
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Zeit leugneten. Er ist gerecht und straft die Sünde, aber er zürnt nicht ewig. Ich als sein Diener reiche Ihnen hier die Hand zur Versöhnung; seine Gnade ist größer als unsere Missetat; sie gehet niemals zu Ende und wird sich auch Ihrer erbarmen. Ich weiß, was gestern abend auf dem Kirchhofe geschehen ist. Wer so bereut, der darf Verzeihung finden!"
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| "Ich danke, Herr Pfarrer! Ich will ja gern Alles auf mich nehmen, was ich verschuldet hab', wenn ich nur weiß, daß mir's vergeben wird. Und die andere Bitt', die ist von wegen dem Köpfle-Franz."
| "Ich danke, Herr Pfarrer! Ich will ja gern Alles auf mich nehmen, was ich verschuldet hab', wenn ich nur weiß, daß mir's vergeben wird. Und die andere Bitt', die ist von wegen dem Köpfle-Franz."
| "Ich danke, Herr Pfarrer! Ich will ja gern alles auf mich nehmen, was ich verschuldet habe, wenn ich weiß, daß mir's vergeben ist. Und die andere Bitte, die ist von wegen dem Köpfle-Franz."
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Er griff in die Tasche und zog ein Papierpacket hervor, welches er öffnete. Es enthielt die Dukatenkette nebst den Goldstückknöpfen von Rock, Hut und Weste.
| Er griff in die Tasche und zog ein Papierpacket hervor, welches er öffnete. Es enthielt die Dukatenkette nebst den Goldstückknöpfen von Rock, Hut und Weste.
| Er griff in die Tasche und zog ein Papierpaket hervor, welches er öffnete. Es enthielt die Dukatenkette nebst den Goldstückknöpfen von Rock, Hut und Weste.
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| "Das sind die Zeichen von dem Hochmuthe, dem ich all mein Elend zu verdanken hab'! Nix, gar nix hab' ich bei dem Untergange retten können, als diese flimmrigen Schandflecke, und nun soll grad' Der sie bekommen, gegen den ich am schlechtesten gewesen bin, der Köpfle-Franz. Aber wissen darf er's net, daß die Gabe von mir kommt, sonst nimmt er sie net an, weil ich's jetzt selber brauch'. Ich bitt' Sie d'rum recht schön, Herr Pfarrer, wenn ich übermorgen fort sein werd' von hier, so verkaufen Sie das Zeug, und was Sie dafür kriegen, das geben Sie ihm. Wenn er denkt, daß es von jemand Anderem kommt, so wird er sich net weigern, es zu nehmen."
| "Das sind die Zeichen von dem Hochmuthe, dem ich all mein Elend zu verdanken hab'! Nix, gar nix hab' ich bei dem Untergange retten können, als diese flimmrigen Schandflecke, und nun soll grad' Der sie bekommen, gegen den ich am schlechtesten gewesen bin, der Köpfle-Franz. Aber wissen darf er's nicht, daß die Gabe von mir kommt, sonst nimmt er sie nicht an, weil ich's jetzt selber brauch'. Ich bitt' Sie d'rum recht schön, Herr Pfarrer, wenn ich übermorgen fort sein werd' von hier, so verkaufen Sie das Zeug, und was Sie dafür kriegen, das geben Sie ihm. Wenn er denkt, daß es von jemand Anderem kommt, so wird er sich nicht weigern, es zu nehmen."
| "Das sind die Zeichen von dem Hochmute, dem ich all mein Elend zu verdanken habe! Nichts, gar nichts habe ich bei dem Untergange retten können, als diese flimmrigen Schandflecke, und nun soll grade der sie bekommen, gegen den ich am schlechtesten gewesen bin, der Köpfle-Franz. Aber wissen darf er's nicht, daß die Gabe von mir kommt, sonst nimmt er sie nicht an, weil ich's jetzt selber brauche. Ich bitte Sie darum recht schön, Herr Pfarrer, wenn ich übermorgen fort sein werde von hier, so verkaufen Sie das Zeug, und was Sie dafür kriegen, das geben Sie ihm. Wenn er denkt, daß es von jemand anderem kommt, so wird er sich nicht weigern, es zu nehmen."
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| "Das wollte ich Ihnen gern besorgen, wenn ich nicht dieselbe Ansicht hätte wie er. Ihre Tochter steht nun so allein und verlassen da, daß sie die Goldstücke wohl ebenso nöthig hat wie der Franz."
| "Das wollte ich Ihnen gern besorgen, wenn ich nicht dieselbe Ansicht hätte wie er. Ihre Tochter steht nun so allein und verlassen da, daß sie die Goldstücke wohl ebenso nöthig hat wie der Franz."
| "Das wollte ich Ihnen gern besorgen, wenn ich nicht dieselbe Ansicht hätte wie er. Ihre Tochter steht nun so allein und verlassen da, daß sie die Goldstücke wohl ebenso nötig hat wie der Franz."
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| "O nein, Herr Pfarrer! Der Wilhelm ist ein gar braver Bursch'; der wird für sie sorgen und sie niemals net im Stiche lassen. Wenn's sonst nix wär', so braucht' ich mir um sie wohl keine Sorg' zu machen!"
| "O nein, Herr Pfarrer! Der Wilhelm ist ein gar braver Bursch'; der wird für sie sorgen und sie niemals im Stiche lassen. Wenn's sonst nix wär', so braucht' ich mir um sie wohl keine Sorg' zu machen!"
| "O nein, Herr Pfarrer! Der Wilhelm ist ein
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gar braver Bursche; der wird für sie sorgen und sie niemals im Stiche lassen. Wenn's sonst nichts wär', so brauchte ich mir um sie wohl keine Sorge zu machen!"
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| "Dann geben Sie die Kette her! Ich will sehen, was ich dafür löse und werde Ihnen später über Ihren Auftrag Nachricht zugehen lassen."
| "Dann geben Sie die Kette her! Ich will sehen, was ich dafür löse, und werde Ihnen später über Ihren Auftrag Nachricht zugehen lassen."
| "Dann geben Sie die Kette her! Ich will sehen, was ich dafür löse und werde Ihnen später über Ihren Auftrag Nachricht zugehen lassen."
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| "Dann dank' ich Ihnen zum zweiten Mal', Herr Pastor. Mög' der liebe Gott net schlimmer mit mir in's Gericht gehen, als wie Sie es thun. Und wenn ich erst
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'mal vom Dorfe weg bin, so seh'n Sie doch zuweil'n mit nach meinem Kinde; ein freundlich Wort wird immerdar zu brauchen sein, und ich weiß, Sie sind bereit dazu!"
| "Dann dank' ich Ihnen zum zweiten Mal', Herr Pastor. Mög' der liebe Gott nicht schlimmer mit mir in's Gericht gehen, als wie Sie es thun. Und wenn ich erst 'mal vom Dorfe weg bin, so seh'n Sie doch zuweil'n mit nach meinem Kinde; ein freundlich Wort wird immerdar zu brauchen sein, und ich weiß, Sie sind bereit dazu!"
| "Dann danke ich Ihnen zum zweiten Male, Herr Pastor. Möge der liebe Gott nicht schlimmer mit mir ins Gericht gehen, als wie Sie es tun. Und wenn ich erst mal vom Dorfe weg bin, so sehen Sie doch zuweilen mit nach meinem Kinde; ein freundlich Wort wird immerdar zu brauchen sein, und ich weiß, Sie sind bereit dazu!"
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| Er fühlte es weich und warm aus seinem Herzen emporsteigen und nahm daher schnell Abschied, um die über ihn kommende Rührung zu verbergen. Die Glocken läuteten zur Kirche; er folgte ihrem Rufe - zum zweiten Male seit langer Zeit und zum letzten Male wohl für das ganze Leben. Und nach beendigtem Gottesdienste besuchte er den Kirchhof, um Abschied zu nehmen von dem Hügel, der ihm bisher so gleichgiltig war und an dessen Seite ihm nun auch die Ruhestätte verweigert werden sollte. Seine letzte Stunde sollte ihm nun hinter eisernen Gittern schlagen, und sein Grab, es lag wohl einmal außer der Reihe derjenigen, zu denen die Liebe ihre treuen Schritte lenken darf.
| Er fühlte es weich und warm aus seinem Herzen emporsteigen und nahm daher schnell Abschied, um die über ihn kommende Rührung zu verbergen. Die Glocken läuteten zur Kirche; er folgte ihrem Rufe - zum zweiten Male seit langer Zeit und zum letzten Male wohl für das ganze Leben. Und nach beendigtem Gottesdienste besuchte er den Kirchhof, um Abschied zu nehmen von dem Hügel, der ihm bisher so gleichgiltig war und an dessen Seite ihm nun auch die Ruhestätte verweigert werden sollte. Seine letzte Stunde sollte ihm nun hinter eisernen Gittern schlagen, und sein Grab, es lag wohl einmal außer der Reihe derjenigen, zu denen die Liebe ihre treuen Schritte lenken darf.
| Er fühlte es weich und warm aus seinem Herzen emporsteigen und nahm daher schnell Abschied, um die über ihn kommende Rührung zu verbergen. Die Glocken läuteten zur Kirche, er folgte ihrem Rufe - zum zweiten Male seit langer Zeit und zum letzten Male wohl für das ganze Leben. Und nach beendigtem Gottesdienste besuchte er den Kirchhof, um Abschied zu nehmen von dem Hügel, der ihm bisher so gleichgültig war und an dessen Seite ihm nun auch die Ruhestätte verweigert werden sollte. Seine letzte Stunde sollte ihm nun hinter eisernen Gittern schlagen, und sein Grab, es lag wohl einmal außer der Reihe derjenigen, zu denen die Liebe ihre treuen Schritte lenken darf.
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| Zum Dukatenhof zurückgekehrt, fand er denselben von einer zahlreichen Menschenmenge belagert. Ohne daß man wußte woher, hatte sich das Gerücht, der König und die Königin seien vom Bade herüber gekommen, erst beim Pfarrer gewesen und dann nach dem Dukatenhof gefahren, wie ein Lauffeuer durch das Dorf verbreitet, und Alles war herbeigeilt, um die hohen Herrschaften zu sehen. Die Posaune des letzten Gerichtes hätte ihn nicht schrecklicher treffen können, als diese unerwartete Kunde, und er mußte alle seine Kraft und Selbstbeherrschung zusammen nehmen, um sich ihren Eindruck vor den vielen Leuten nicht merken zu lassen.
| Zum Dukatenhof zurückgekehrt, fand er denselben von einer zahlreichen Menschenmenge belagert. Ohne daß man wußte woher, hatte sich das Gerücht, der König und die Königin seien vom Bade herüber gekommen, erst beim Pfarrer gewesen und dann nach dem Dukatenhof gefahren, wie ein Lauffeuer durch das Dorf verbreitet, und Alles war herbeigeeilt, um die hohen Herrschaften zu sehen. Die Posaune des letzten Gerichtes hätte ihn nicht
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schrecklicher treffen können, als diese unerwartete Kunde, und er mußte alle seine Kraft und Selbstbeherrschung zusammennehmen, um sich ihren Eindruck vor den vielen Leuten nicht merken zu lassen.
| Zum Dukatenhof zurückgekehrt, fand er denselben von einer zahlreichen Menschenmenge belagert. Ohne daß man wußte, woher, hatte sich das Gerücht, der König und die Königin seien vom Bade herübergekommen, erst beim Pfarrer gewesen und dann nach dem Dukatenhof gefahren, wie ein Lauffeuer durch das Dorf verbreitet, und alles war herbeigeeilt, um die
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hohen Herrschaften zu sehen. Die Posaune des letzten Gerichts hätte ihn nicht schrecklicher treffen können, als diese unerwartete Kunde, und er mußte alle seine Kraft und Selbstbeherrschung zusammennehmen, um sich ihren Eindruck vor den vielen Leuten nicht merken zu lassen.
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| Längst schon war er hinter dem Thore verschwunden,
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Viertelstunde auf Viertelstunde war vergangen, da endlich wurde die Thüre aufgestoßen und der Köpfle-Franz erschien unter derselben. Die Arme so hoch wie möglich in die luft werfend, gab er das Zeichen zur Ruhe und rief dann:
| Längst schon war er hinter dem Thore verschwunden, Viertelstunde auf Viertelstunde war vergangen, da endlich wurde die Thüre aufgestoßen und der Köpfle-Franz erschien unter derselben. Die Arme so hoch wie möglich in die luft werfend, gab er das Zeichen zur Ruhe und rief dann:
| Längst schon war er hinter dem Tore verschwunden; Viertelstunde auf Viertelstunde war vergangen; da endlich wurde die Tür aufgestoßen, und der Köpfle-Franz erschien unter derselben. Die Arme so hoch wie möglich in die luft werfend, gab er das Zeichen zur Ruhe und rief dann:
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| "Hört 'mal, ihr Leut', wenn ich schrei', so schrei't ihr auch!"
| "Hört 'mal, Ihr Leut', wenn ich schrei', so schrei't Ihr auch!"
| "Hört mal, ihr Leute, wenn ich schreie, so schreit ihr auch!"
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| Er konnte die Zustimmung des Publikums gar nicht abwarten, denn schon im nächsten Augenblicke traten die Erwarteten aus dem Hause. Der Diener öffnete den Schlag; sie stiegen ein und der Bezirksgerichtsdirektor folgte ihnen. Da richtete Franz sich so hoch wie möglich empor und rief so laut er nur konnte:
| Er konnte die Zustimmung des Publikums gar nicht abwarten, denn schon im nächsten Augenblicke traten die Erwarteten aus dem Hause. Der Diener öffnete den Schlag; sie stiegen ein und der Bezirksgerichtsdirektor folgte ihnen. Da richtete Franz sich so hoch wie möglich empor und rief so laut er nur konnte:
| Er konnte die Zustimmung des Publikums gar nicht abwarten, denn schon im nächsten Augenblick traten die Erwarteten aus dem Hause. Der Diener öffnete den Schlag; sie stiegen ein, und der Bezirksgerichtsdirektor folgte ihnen. Da richtete Franz sich so hoch wie möglich empor und rief so laut er nur konnte:
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| "Paßt auf, ihr Leut'! Alleweil soll der Herr König leben, vivat hoch!"
| "Paßt auf, Ihr Leut'! Alleweil soll der Herr König leben, vivat hoch!"
| "Paßt auf, ihr Leute! Alleweil soll der Herr König leben, vivat hoch!"
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| "Hoch!" brauste es über die anwesende Menge dahin.
| "Hoch!" brauste es über die anwesende Menge dahin.
| "Hoch!" brauste es über die anwesende Menge dahin.
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| "Und die Frau Königin grad' erst recht daneb'n, vivat hoch!"
| "Und die Frau Königin grad' erst recht daneb'n, vivat hoch!"
| "Und die Frau Königin grad erst recht daneben, vivat hoch!"
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| Der Ruf wiederholte sich und endete nicht eher, als bis der Wagen den Augen der Nachblickenden vollständig entschwunden war. Köpfle-Franz aber kehrte gar nicht wieder in den Hof zurück, sondern schlich sich so schnell wie möglich am Zaune hin und schlug dann den Weg nach seiner Wohnung ein. Noch niemals hatte er sich mit so freudigem Gesicht das Dorf hinaufgeschoben, und als er bei geschlossenen Läden und angesteckten Lichtern vor dem Bilde der einstigen Geliebten hockte, lag auf seinem Gesichte eine Verklärung, welcher jenes unbeschreibliche Etwas in seinen Zügen vollständig gewichen war.
| Der Ruf wiederholte sich und endete nicht eher, als bis der Wagen den Augen der Nachblickenden vollständig entschwunden war. Köpfle-Franz aber kehrte gar nicht wieder in den Hof zurück, sondern schlich sich so schnell wie möglich am Zaune hin und schlug dann den Weg nach seiner Wohnung ein. Noch niemals hatte er sich mit so freudigem Gesicht das Dorf hinaufgeschoben, und als er bei geschlossenen Läden und angesteckten Lichtern vor dem Bilde der einstigen Geliebten hockte, lag auf seinem Gesichte eine Verklärung, welcher jenes unbeschreibliche Etwas in seinen Zügen vollständig gewichen war.
| Der Ruf wiederholte sich und endete nicht eher, als bis der Wagen den Augen der Nachblickenden vollständig entschwunden war. Köpfle-Franz aber kehrte gar nicht wieder in den Hof zurück, sondern schlich sich so schnell wie möglich am Zaune hin und schlug dann den Weg nach seiner Wohnung ein. Noch niemals hatte er sich mit so freudigem Gesicht das Dorf hinaufgeschoben, und als er bei geschlossenen Läden und an-
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gesteckten Lichtern vor dem Bilde Annas hockte, lag auf seinem Gesichte eine Verklärung, welcher jenes unbeschreibliche Etwas in seinen Zügen vollständig gewichen war.
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| "Nun ist's zu End' mit allem Haß und Streit, mit
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aller Angst und Sorg', Anna! Aber gekämpft hab'n wir auch, daß es soweit gekommen ist. Der König hat net gleich gewollt, sondern gesagt, da gäb' es vorher erst gar viel auf dem Gericht zu thun, ehe an die Gnad' zu denk'n sei, aber die Emma ist fast todt gewesen vor Herzeleid, der Heinrich hat vollends gar kein Wort zu Weg' gebracht, auch der Wilhelm hat geweint und gebeten, und da sind der Königin die Thränen über die Wang' gestürzt und sie hat ihren Mann bei der Hand gefaßt und ihn so lieb und gut angeschaut, daß ihm das Herz endlich doch übergelauf'n ist. Er hat mit dem Gerichtsdirektor noch einige Wort' in einer fremden Sprach' gesprochen und dann gesagt: 'Nun gut, er soll net gefangen sein. Wo so viel Reu' und Fürsprach' ist, da kann kein König widersteh'n!' Aber nun die Freud', die sollt'st Du seh'n! Der Heinrich hat geschluchzt wie ein Kind, die Emma hat dem König und der Königin immer nur die Händ' geküßt und mit Thränen gesalbt, der Wilhelm und ich, wir sind vor Glück auch ganz stumm gewesen, und die Herrschaften haben selbst net gewußt, wo sie mit ihrer Rührung hin sollen. Anna, das war die schönste Stund' in meinem Leb'n! Und nun werd' ich meine Rache vollenden, aber net die, welche ich erst gewollt hab', sondern eine andere, eine viel, viel schönere und bessere!"
| "Nun ist's zu End' mit allem Haß und Streit, mit aller Angst und Sorg', Anna! Aber gekämpft hab'n wir auch, daß es soweit gekommen ist. Der König hat nicht gleich gewollt, sondern gesagt, da gäb' es vorher erst gar viel auf dem Gericht zu thun, ehe an die Gnad' zu denk'n sei, aber die Emma ist fast todt gewesen vor Herzeleid, der Heinrich hat vollends gar kein Wort zu Weg' gebracht, auch der Wilhelm hat geweint und gebeten, und da sind der Königin die Thränen über die Wang' gestürzt und sie hat ihren Mann bei der Hand gefaßt und ihn so lieb und gut angeschaut, daß ihm das Herz endlich doch übergelauf'n ist. Er hat mit dem Gerichtsdirektor noch einige Wort' in einer fremden Sprach' gesprochen und dann gesagt: 'Nun gut, er soll nicht gefangen sein. Wo so viel Reu' und Fürsprach' ist, da kann kein König widersteh'n!' Aber nun die Freud', die sollt'st Du seh'n! Der Heinrich hat geschluchzt wie ein Kind, die Emma hat dem König und der Königin immer nur die Händ' geküßt, der Wilhelm und ich, wir sind vor Glück auch ganz stumm gewesen, und die Herrschaften haben selbst nicht gewußt, wo sie mit ihrer Rührung hin sollen. Anna, das war die schönste Stund' in meinem Leb'n! Und nun werd' ich meine Rache vollenden, aber nicht die, welche ich erst gewollt hab', sondern eine andere, eine viel, viel schönere und bessere!"
| "Nun ist's zu Ende mit allem Haß und Streit, mit aller Angst und Sorge, Anna! Aber gekämpft haben wir auch, daß es soweit gekommen ist. Der König hat nicht gleich gewollt, sondern gesagt, da gäbe es vorher erst gar viel auf dem Gericht zu tun, ehe an die Gnade zu denken sei, aber die Emma ist fast tot gewesen vor Herzeleid; der Heinrich hat vollends gar kein Wort zuwege gebracht, auch der Wilhelm hat geweint und gebeten, und da sind der Königin die Tränen über die Wangen gestürzt, und sie hat ihren Mann bei der Hand gefaßt und ihn so lieb und gut angeschaut, daß ihm das Herz endlich doch übergelaufen ist. Er hat mit dem Gerichtsdirektor noch einige Worte in einer fremden Sprache gesprochen und dann gesagt: 'Nun gut, er soll nicht gefangen sein. Wo so viel Reue und Fürsprache ist, da kann kein König widerstehen!' Aber nun die Freude, die solltest du sehen! Der Heinrich hat geschluchzt wie ein Kind; die Emma hat dem König und der Königin immer nur die Hände geküßt und mit Tränen gesalbt; der Wilhelm und ich, wir sind vor Glück auch ganz stumm gewesen, und die Herrschaften haben selbst nicht gewußt, wo sie mit ihrer Rührung hin sollten. Anna, das war die schönste Stunde in meinem Leben! Und nun werde ich meine Rache vollenden, aber nicht die, welche ich erst gewollt habe, sondern eine andere, eine viel, viel schönere und bessere!"
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| Er schob sich zum Ofen und zog die Bilderstöße unter demselben hervor; dann entfernte er das Blech und eine Lage Ziegelsteine und griff in die jetzt sichtbar werdende Vertiefung.
| Er schob sich zum Ofen und zog die Bilderstöße unter demselben hervor; dann entfernte er das Blech und eine Lage Ziegelsteine und griff in die jetzt sichtbar werdende Vertiefung.
| Er schob sich zum Ofen und zog die Bilderstöße unter demselben hervor; dann entfernte er das Blech
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und eine Lage Ziegelsteine und griff in die jetzt sichtbar werdende Vertiefung.
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| "Hier sind sie, die Dukatensäck', alle mit einander! Ich
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hab' gebettelt und gemalt, gescharrt und gespart wohl an die dreißig Jahr, und wenn es mir 'mal gar zu schwer hat werden wollen, so hab' ich gedacht: es ist für Deine Rache; der Heinrich muß aus dem Dukatenhof und Du ziehst an seiner Stell' hinein! Dann hab' ich wieder von Neuem Kraft gehabt, bin im Land' herum gefahren, hab' gehungert und gedurstet, im Wald oder auf der Wiese geschlafen, und wenn ich heimgekommen bin, so ist der Beutel voll gewesen und ich hab' Dir das Geld vom Heller bis zum Pfennig vorgezählt. Jetzt ist's nun gut, und ich kauf' auch den Hof, aber net für mich, und der Heinrich, der soll net hinausgestoßen werden, sondern er soll der Dukatenbauer sein, wie er's bisher gewesen ist. Ich aber, ich bleib' bei Dir in meinem Häuschen; ich mag net fort, denn der Köpfle-Franz und die Anna, die passen nirgends anders hin!"
| "Hier sind sie, die Dukatensäck', alle mit einander! Ich hab' gebettelt und gemalt, gescharrt und gespart wohl an die dreißig Jahr, und wenn es mir 'mal gar zu schwer hat werden wollen, so hab' ich gedacht: es ist für Deine Rache; der Heinrich muß aus dem Dukatenhof und Du ziehst an seiner Stell' hinein! Dann hab' ich wieder von Neuem Kraft gehabt, bin im Land herum gefahren, hab' gehungert und gedurstet, im Wald oder auf der Wiese geschlafen, und wenn ich heimgekommen bin, so ist der Beutel voll gewesen und ich hab' Dir das Geld vom Heller bis zum Pfennig vorgezählt. Jetzt ist's nun gut, und ich kauf' auch den Hof, aber nicht für mich, und der Heinrich, der soll nicht hinausgestoßen werden, sondern er soll der Dukatenbauer sein, wie er's bisher gewesen ist. Ich aber, ich bleib' bei Dir in meinem Häuschen; ich mag nicht fort, denn der Köpfle-Franz und die Anna, die passen nirgends anders hin!"
| "Hier sind sie, die Dukatensäck', alle miteinander! Ich habe gebettelt und gemalt, gescharrt und gespart wohl an die dreißig Jahre, und wenn es mir mal gar zu schwer hat werden wollen, so habe ich gedacht: es ist für Deine Rache; der Heinrich muß aus dem Dukatenhof, und du ziehst an seiner Stelle hinein! Dann habe ich wieder von neuem Kraft gehabt, bin im Lande herum gefahren, habe gehungert und gedurstet, im Wald oder auf der Wiese geschlafen, und wenn ich heimgekommen bin, so ist der Beutel voll gewesen und ich habe Dir das Geld vom Heller bis zum Pfennig vorgezählt. Jetzt ist's nun gut, und ich kaufe auch den Hof, aber nicht für mich, und der Heinrich, der soll nicht hinausgestoßen werden, sondern er soll der Dukatenbauer sein, wie er's bisher gewesen ist. Ich aber, ich bleibe bei Dir in meinem Häuschen; ich mag nicht fort, denn der Köpfle-Franz und die Anna, die passen nirgends anders hin!"
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| Nun war in dem ärmlichen Raume wieder jenes verheißungsvolle Klingen zu hören, wie am Abende des Begräbnißtages; die Nachtruhe blieb dem Auge des Bewohners fern, und als es am Morgen an den Laden klopfte, hatten seine hellen Augen keinen Schlaf gesehen.
| Nun war in dem ärmlichen Raume wieder jenes verheißungsvolle Klingen zu hören, wie am Abende des Begräbnißtages; die Nachtruhe blieb dem Auge des Bewohners fern, und als es am Morgen an den Laden klopfte, hatten seine hellen Augen keinen Schlaf gesehen.
| Nun war in dem ärmlichen Raume wieder jenes verheißungsvolle Klingen zu hören, wie am Abende des Begräbnistages, die Nachtruhe blieb dem Auge des Bewohners fern, und als es am Morgen an den Laden klopfte, hatten seine hellen Augen keinen Schlaf gesehen.
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| "Wer ist's ?" frug er. "Ich bin's, Path', der Wilhelm!" "Hast Du den Karren mit ?" "Ja." "So ist's gut. Ich werd' aufmachen." Er öffnete. Wilhelm hielt mit einer Schubkarre draußen.
| "Wer ist's ?" frug er. "Ich bin's, Path', der Wilhelm!" "Hast Du den Karren mit ?" "Ja." "So ist's gut. Ich werd' aufmachen." Er öffnete. Wilhelm hielt mit einer Schubkarre draußen.
| "Wer ist's ?" fragte er. "Ich bin's, Path', der Wilhelm!" "Hast Du den Karren mit ?" "Ja." "So ist's gut. Ich werd' aufmachen." Er öffnete. Wilhelm hielt mit einer Schubkarre draußen.
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"Du hast mich bestellt, Franz. Was soll ich denn fortschaff'n ?"
| "Du hast mich bestellt, Franz. Was soll ich denn fortschaff'n ?"
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"Du hast mich bestellt, Franz. Was soll ich denn fortschaffen ?"
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"Komm herein! Wirst's gleich seh'n!"
| "Komm herein! Wirst's gleich seh'n!"
| "Komm herein! Wirst's gleich seh'n!"
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| Mitten in der Stube stand ein alterthümlicher Kasten von starkem, halbverrostetem Eisenblech.
| Mitten in der Stube stand ein alterthümlicher Kasten von starkem, halbverrostetem Eisenblech.
| Mitten in der Stube stand ein altertümlicher Kasten von starkem, halbverrostetem Eisenblech.
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| "Diese Truhe hier schaffst Du mir nach dem Dukatenhof und das Papier auch mit, welches 'draufliegt. Es kommt in die untere Stub'."
| "Diese Truhe hier schaffst Du mir nach dem Dukatenhof und das Papier auch mit, welches d'raufliegt. Es kommt in die untere Stub'."
| "Diese Truhe hier schaffst du mir nach dem Dukatenhof und das Papier auch mit, welches draufliegt. Es kommt in die untere Stube."
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| "Schön!" Er wollte den Kasten vom Boden heben, bemerkte aber, daß dazu eine ungewöhnliche Kraftanstrengung erforderlich sei. "Das ist schwer, Path'. Was hast Du denn d'rin ?"
| "Schön!" Er wollte den Kasten vom Boden heben, bemerkte aber, daß dazu eine ungewöhnliche Kraftanstrengung erforderlich sei. "Das ist schwer, Path'. Was hast Du denn d'rin ?"
| "Schön!" Er wollte den Kasten vom Boden heben, bemerkte aber, daß dazu eine ungewöhnliche Kraftanstrengung erforderlich sei. "Das ist schwer, Pate. Was hast du denn drin ?"
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| "Allerlei alten Kram, der lange Jahre bei mir unter'm Ofen geleg'n hat. Greif nur fest zu; es wird schon geh'n!"
| "Allerlei alten Kram, der lange Jahre bei mir unter'm Ofen geleg'n hat. Greif nur fest zu; es wird schon geh'n!"
| "Allerlei alten Kram, der lange Jahre bei mir unterm Ofen gelegen hat. Greife nur fest zu; es wird schon gehen!"
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| "Und was willst Du mit dem Gerümpel auf dem Hofe ?"
| "Und was willst Du mit dem Gerümpel auf dem Hofe ?"
| "Und was willst du mit dem Gerümpel auf dem Hofe ?"
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| "Das wirst wohl noch seh'n. Mach' nur alleweil', daß Du fortkommst. Ich komme gleich nach!"
| "Das wirst wohl noch seh'n. Mach' nur alleweil', daß Du fortkommst. Ich komme gleich nach!"
| "Das wirst du wohl noch sehen. Mach nur alleweil, daß du fortkommst. Ich komme gleich nach!"
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| Als Franz den Hof erreichte, stiegen eben der Baron und der Agent aus der Kalesche, vor welche der Braune des Dukatengrafen gespannt war.
| Als Franz den Hof erreichte, stiegen eben der Baron und der Agent aus der Kalesche, vor welche der Braune des Dukatengrafen gespannt war.
| Als Franz den Hof erreichte, stiegen eben der Baron und der Agent aus der Kalesche, vor welche der Braune des Dukatengrafen gespannt war.
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| "Kommst grad' recht, Franz!" rief der Erstere. "Kannst nachher gleich den neuen Bauer abzeichnen."
| "Kommst grad' recht, Franz!" rief der Erstere. "Kannst nachher gleich den neuen Bauer abzeichnen."
| "Kommst grade recht, Franz!" rief der erstere. "Kannst nachher gleich den neuen Bauer abzeichnen."
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| "Hab's schon heut Nacht gethan. Er ist auf dem Papier mit all' seinen Leuten."
| "Hab's schon heut Nacht gethan. Er ist auf dem Papier mit all' seinen Leuten."
| "Hab's schon heute Nacht getan. Er ist auf dem Papier mit all seinen Leuten," antwortete der Krüppel.
|
| Der Baron blickte ihn fragend an, wurde aber nicht weiter von ihm beachtet.
| Der Baron blickte ihn fragend an, wurde aber nicht weiter von ihm beachtet.
| Der Baron blickte ihn fragend an, wurde aber nicht weiter von ihm beachtet.
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| Die Räume, welche seit Jahrhunderten nur von den Dukatenbauern und ihren Angehörigen betreten worden waren, standen heut' offen; Fremde gingen in ihnen auf und ab und mäkelten über die Gegenstände, an denen die
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strenge Geschichte eines durch Selbstsucht und Hochmuth zu Grunde gerichteten Geschlechtes haftete. In der unteren Stube hatten die Herren vom Gericht ihren Sitz aufgeschlagen; im Flure war von dem spekulativen Bergwirthe ein ambulanter Schanktisch errichtet worden; zahlreiche Neugierige strömten herbei, um dem letzten Athemzuge der Dukatenwirthschaft beizuwohnen; es wurde gelobt und getadelt, entschuldigt und verurtheilt, bemitleidet und verspottet, gelacht, gescherzt, getrunken; die Gebote folgten sich erst langsam, dann immer schneller; als aber der Baron seine gewichtige Stimme erhob und mit siegesgewisser Miene gleich die wahrscheinlich höchste Ziffer notiren ließ, ging ein respektvolles Schweigen über die ganze Versammlung.
| Die Räume, welche seit Jahrhunderten nur von den Dukatenbauern und ihren Angehörigen betreten worden waren, standen heut' offen; Fremde gingen in ihnen auf und ab und mäkelten über die Gegenstände, an denen die strenge Geschichte eines durch Selbstsucht und Hochmuth zu Grunde gerichteten Geschlechtes haftete. In der unteren Stube hatten die Herren vom Gericht ihren Sitz aufgeschlagen; im Flure war von dem spekulativen Bergwirthe ein ambulanter Schanktisch errichtet worden; zahlreiche Neugierige strömten herbei, um dem letzten Athemzuge der Dukatenwirthschaft beizuwohnen; es wurde gelobt und getadelt, entschuldigt und verurtheilt, bemitleidet und verspottet, gelacht, gescherzt, getrunken; die Gebote folgten sich erst langsam, dann immer schneller; als aber der Baron seine gewichtige Stimme erhob und mit siegesgewisser Miene gleich die wahrscheinlich höchste Ziffer notiren ließ, ging ein respektvolles Schweigen über die ganze Versammlung.
| Die Räume, welche seit Jahrhunderten nur von den Dukatenbauern und ihren Angehörigen betreten worden waren, standen heute offen; Fremde gingen in ihnen auf und ab und mäkelten über die Gegenstände, an denen die strenge Geschichte eines durch Selbstsucht
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und Hochmut zu Grunde gerichteten Geschlechtes haftete. In der unteren Stube hatten die Herren vom Gericht ihren Sitz aufgeschlagen; im Flure war von dem spekulativen Bergwirte ein ambulanter Schanktisch errichtet worden; zahlreiche Neugierige strömten herbei, um dem letzten Atemzuge der Dukatenwirtschaft beizuwohnen; es wurde gelobt und getadelt, entschuldigt und verurteilt, bemitleidet und verspottet, gelacht, gescherzt, getrunken; die Gebote folgten sich erst langsam, dann immer schneller; als aber der Baron seine gewichtige Stimme erhob und mit siegesgewisser Miene gleich die wahrscheinlich höchste Ziffer notieren ließ, ging ein respektvolles Schweigen über die ganze Versammlung.
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| "Nicht wahr, das zieht ?" frug er, sich triumphirend im Kreise umblickend. "Komm her, Kleiner, und mach die Tasche auf! Wir müssen unsere Zahlungsfähigkeit nachweisen."
| "Nicht wahr, das zieht ?" frug er, sich triumphirend im Kreise umblickend. "Komm her, Kleiner, und mach die Tasche auf! Wir müssen unsere Zahlungsfähigkeit nachweisen."
| "Nicht wahr, das zieht ?" fragte er, sich triumphierend im Kreise umblickend. "Komm her, Kleiner, und mach' die Tasche auf! Wir müssen unsere Zahlungsfähigkeit nachweisen."
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| Der Agent that, wie ihm geheißen war, und bald hatten Beide den Tisch mit dem Inhalte ihrer Briefschaften vollständig bedeckt.
| Der Agent that, wie ihm geheißen war, und bald hatten Beide den Tisch mit dem Inhalte ihrer Briefschaften vollständig bedeckt.
| Der Agent tat, wie ihm geheißen war, und bald hatten beide den Tisch mit dem Inhalte ihrer Briefschaften vollständig bedeckt.
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| "So, das ist ein Pflaster, wie es hier kein Anderer aufzuweisen hat. Wer noch weiter bieten will, der mag's versuchen; aber das Gut wird unser, und der Dukatengraf muß heut' noch hinaus!"
| "So, das ist ein Pflaster, wie es hier kein Anderer aufzuweisen hat. Wer noch weiter bieten will, der mag's versuchen; aber das Gut wird unser, und der Dukatengraf muß heut' noch hinaus!"
| "So, das ist ein Pflaster, wie es hier kein anderer aufzuweisen hat. Wer noch weiter bieten will, der mag's versuchen; aber das Gut wird unser, und der Dukatengraf muß heute noch hinaus!"
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| "Das wird sich finden!" erscholl es von der Thüre her. "Jetzt ist er noch da und hat auch gar keine Lust, schon fortzugeh'n."
| "Das wird sich finden!" erscholl es von der Thüre her. "Jetzt ist er noch da und hat auch gar keine Lust, schon fortzugeh'n."
| "Das wird sich finden!" erscholl es von der Türe her. "Jetzt ist er noch da und hat auch gar keine Lust, schon fortzugehen."
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| Es war Graf selbst, welcher auf seinem Rollwägelchen sich hereingeschoben hatte.
| Es war Graf selbst, welcher auf seinem Rollwägelchen sich hereingeschoben hatte.
| Es war der Graf selbst, welcher auf seinem Rollwägelchen sich hereingeschoben hatte.
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"Oho, Knirps, Du thust doch heut' gewaltig dick, wo es Dir doch etwas dünner zu Muthe sein sollte," höhnte der von den Getränken etwas berauschte Baron. "Bleib' nur immer oben in Deiner Kammer und zähl' zusammen, was Du den Leuten schuldig bist!"
| "Oho, Knirps, Du thust doch heut' gewaltig dick, wo es Dir doch etwas dünner zu Muthe sein sollte," höhnte der von den Getränken etwas berauschte Baron. "Bleib' nur immer oben in Deiner Kammer und zähl' zusammen, was Du den Leuten schuldig bist!"
| "Oho, Knirps, Du tust doch heute gewaltig dick, wo es dir doch etwas dünner zu Mute sein sollte," höhnte der von den Getränken etwas berauschte Baron. Seite 272
"Bleibe nur immer oben in deiner Kammer, und zähle zusammen, was du den Leuten schuldig bist!"
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| "Das weiß ich ganz genau und werd's bezahlen. Noch bin ich hier Herr im Haus', und wer heut' Abend draußen ist, das wird ja wohl zu sehen sein. Schau her, wenn Du denkst, der Dukatengraf ist all' geworden!"
| "Das weiß ich ganz genau und werd's bezahlen. Noch bin ich hier Herr im Haus', und wer heut' Abend draußen ist, das wird ja wohl zu sehen sein. Schau her, wenn Du denkst, der Dukatengraf ist all' geworden!"
| "Das weiß ich ganz genau und werd's bezahlen. Noch bin ich hier Herr im Hause, und wer heute abend draußen ist, das wird ja wohl zu sehen sein. Schau her, wenn Du denkst, der Dukatengraf ist alle geworden!"
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| Er näherte sich dem Blechkasten, welchen Wilhelm hier abgesetzt hatte und dem von Niemandem irgend eine Aufmerksamkeit geschenkt worden war, zog den Schlüssel hervor und öffnete. Ein allgemeiner Ruf des Erstaunens entfuhr den Lippen der Umstehenden! Die Truhe war bis an den Rand mit flimmernden Goldstücken gefüllt.
| Er näherte sich dem Blechkasten, welchen Wilhelm hier abgesetzt hatte und dem von Niemandem irgend eine Aufmerksamkeit geschenkt worden war, zog den Schlüssel hervor und öffnete. Ein allgemeiner Ruf des Erstaunens entfuhr den Lippen der Umstehenden! Die Truhe war bis an den Rand mit flimmernden Goldstücken gefüllt.
| Er näherte sich dem Blechkasten, welchen Wilhelm hier abgesetzt hatte und dem von niemandem irgend eine Aufmerksamkeit geschenkt worden war, zog den Schlüssel hervor und öffnete. Ein allgemeiner Ruf des Erstaunens entfuhr den Lippen der Umstehenden! Die Truhe war bis an den Rand mit flimmernden Goldstücken gefüllt.
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| "Siehst Du nun, Baron, daß der Graf noch übergenug Dukat'n hat, um Dich sammt Deinem Gesell'n dort aus dem Haus zu werf'n ? Herr Assessor, kommen Sie her und zähl'n Sie so viel davon weg, als ich schludig bin, auch die Kosten mit! Und hernachmals macht ihr Anderen, daß ihr hinauskommt! Die Versteigerung ist zu End' und ich will nun wieder Ruh' im Hause haben!"
| "Siehst Du nun, Baron, daß der Graf noch übergenug Dukat'n hat, um Dich sammt Deinem Gesell'n dort aus dem Haus zu werf'n ? Herr Assessor, kommen Sie her und zähl'n Sie so viel davon weg, als ich schludig bin, auch die Kosten mit! Und hernachmals macht Ihr Anderen, daß Ihr hinauskommt! Die Versteigerung ist zu End' und ich will nun wieder Ruh' im Hause haben!"
| "Siehst Du nun, Baron, daß der Graf noch übergenug Dukaten hat, um Dich samt Deinem Gesellen dort aus dem Haus zu werfen ? Herr Assessor, kommen Sie her und zählen Sie so viel davon weg, als ich schludig bin, auch die Kosten mit! Und hernachmals macht ihr anderen, daß ihr hinauskommt! Die Versteigerung ist zu Ende und ich will nun wieder Ruhe im Hause haben!"
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| "Wie kommen Sie auf einmal zu dem Gelde ?" frug der Beamte.
| "Wie kommen Sie auf einmal zu dem Gelde ?" frug der Beamte.
| "Wie kommen Sie auf einmal zu dem Gelde ?" fragte der Beamte.
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| "Das werden Sie noch heut' erfahren. Jetzt aber bitt' ich, abzuzählen; ich kann net auf den Tisch hinauf!"
| "Das werden Sie noch heut' erfahren. Jetzt aber bitt' ich, abzuzählen; ich kann nicht auf den Tisch hinaufreichen!"
(Schluß folgt.)
| "Das werden Sie noch heut' erfahren. Jetzt aber bitt' ich, abzuzählen; ich kann nicht auf den Tisch hinauf!"
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