6. Juli 2003:

Gegendarstellung von Pierre Brice

Übermittelt von Thomas Claaßen

In den KMG-Nachrichten Nr. 136, 2. Quartal/Juni 2003, erschien auf den Seiten 35 f. Till Hiddemanns Artikel "Winnetou und sein roter Bruder im Frankfurter Filmmuseum".

Auf Seite 36 heißt es in Bezug auf die Ausstellungseröffnung: "Erschienen ist allerdings nur Go(j)ko Mitic. Pierre Brice hatte offenbar Berührungsängste und wollte seinem roten Bruder nicht von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten. Eine bedauerliche Geste, die Barrieren aufbaut, die bereits vor zwei Jahrzehnten gefallen sind. Vielleicht war es aber schlichtweg der Neid darauf, dass der ehemalige DEFA-Chefindianer in Bad Segeberg mit Erfolg in eben die Rolle geschlüpft ist, die Pierre Brice seit Jahrzehnten für sich abonniert hat - da ist es mit dem Winnetou wie mit dem Highlander. Es kann nur einen geben."

Hierzu stelle ich folgendes fest:
Richtig ist, dass ich zur Ausstellungseröffnung eingeladen wurde. Ich wäre auch sehr gerne gekommen, konnte aber leider aufgrund anderer Termine der Einladung nicht folgen. Als Ausweichtermin haben die Museumsleitung und ich den 25. April vereinbart.

Es stimmt nicht, dass ich Berührungsängste gegenüber Gojko Mitic habe bzw. hatte. Ansonsten hätte ich wohl kaum 1999 die Regie bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg übernommen, bei denen Gojko Mitic seit 1992 mit großem Erfolg die Rolle des Winnetou spielt. Ich hätte mich im Gegenteil gefreut, ihn wieder zu treffen - auch wenn unser letztes Treffen noch nicht so lange zurücklag: Am 10. Dezember letzten Jahres waren Gojko Mitic und ich in der ZDF-Talkshow von Johannes B. Kerner zu Gast, in der unter anderem das Ost/West-Winnetou-Thema angesprochen wurde. Gojko Mitic und ich haben uns gefreut, uns nach der gemeinsamen Arbeit 1999 in Bad Segeberg wieder zu sehen. Wir haben uns lange und sehr nett unterhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Pierre Brice


Dazu schreib ich was!!


Pinnwand

Titelseite KMG