8. November 2003:

Der Beobachter an der Elbe
Magazin aus dem Karl-May-Museum Radebeul

Übermittelt von Ralf Harder

Nach mehr als 128 Jahren erscheint zum 75-jährigen Jubiläum des Karl-May-Museums in Radebeul erstmals wieder eine Ausgabe des einst von Karl May redaktionell betreuten Unterhaltungsblattes Der Beobachter an der Elbe als Magazin für unsere Freunde und Förderer.

Aus dem Geleitwort von Claus Roxin:

»DER BEOBACHTER AN DER ELBE soll […] kein rein wissenschaftliches Publikationsorgan sein, wie es etwa die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft sind. Die Zeitschrift ist aber auch keine bloße ›Hausmitteilung‹, wie sie manche Gedenkstätten herausgeben oder ein ›Fan-Journal‹. Sie hat von alledem etwas: Wissenschaft und Information (aus Radebeul und aus der weiten Welt), Belehrung, Unterhaltung, May-Folklore und buntes ALLERLEI auf den Spuren des Redakteurs Karl May sollen eine reizvolle Mischung für jeden ergeben, der sich näher mit Karl May beschäftigen will.

Das erste Heft gibt davon einen guten Vorgeschmack: Es publiziert und erläutert einen bisher unbekannten May-Brief (S. 25ff.), der die Forschung bereichert, weil er nicht nur für das frühe Interesse an May-Übersetzungen, sondern auch für die Geschäftstüchtigkeit des Autors charakteristisch ist, der in Honorarfragen keineswegs ein Fantast war. Wissenschaftlich weiterführend ist auch der Beitrag Harders (S. 7ff.), der über die Publikationen und Lebensumstände Mays in seinen schriftstellerischen Anfangsjahren viele Korrekturen und Präzisierungen beibringt. Reiche Belehrung vermittelt (in Anknüpfung an Karl May) Eckehard Koch mit dem ersten Teil seiner Geschichte der Indianer, die als Weiße lebten (S. 27ff.). Was Koch für Mays Fantasieraum tut, leistet Hans Grunert für Mays reale Heimat, indem er uns auf den Spuren Karl Mays durch Pirna führt (S. 19ff.).

Breiten Raum nimmt mit Recht auch das Karl-May-Museum ein. Karl May höchstpersönlich schildert uns die »Villa Bärenfett« (S. 17f.), und ein Museumsreport (S. 40ff.) berichtet über die Gegenwartssituation des Museums. Das Heft richtet aber gleichzeitig den Blick auch nach vorn und zurück. Reinhold Wolff, Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung, berichtet über die Pläne zur Einrichtung eines Forschungszentrums für den europäischen Abenteuer- und Populärroman, die in Zusammenarbeit mit und im Umkreis der Karl-May-Stiftung verwirklicht werden sollen (S. 32ff.), während Herbert Bieberstein von seinen Begegnungen mit Patty Frank erzählt, dem legendären Verwalter des Karl-May-Museums in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens. Er leitet damit über zu vielerlei Unterhaltungsstoff, der von einem Interview mit dem Winnetou-Darsteller Gojko Mitic bis hin zu einem ›Preisrätsel‹ reicht.«

Wir würden uns sehr freuen, Sie als künftigen Leser begrüßen zu dürfen! Der BEOBACHTER richtet sich an die Karl-May-Freunde und ethnografisch Interessierte aus Nah und Fern. Mitglieder unseres Fördervereins erhalten die Jubiläumsausgabe kostenlos. Das Heft, A4-Format, 50 Seiten, durchweg farbig, ist ab Dezember 2003 lieferbar und kann u. a. über den Trading Post – Onlineshop des Museums einzeln bestellt oder auch abonniert werden.

Redaktion / Vertrieb:
Ralf Harder • Thomas Grafenberg
Brigitte Krabbes • René Wagner
 


Dazu schreib ich was!!


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